Karl MOSTBÖCK (* 1921, † 2013)

Der Künstler Karl Mostböck ist einer der wichtigsten Maler in Österreich und ein wichtiger Vertreter der Kunstrichtung des Informel.

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1921
geboren in Grein an der Donau, Österreich

– das Zeichentalent von Karl Mostböck entwickelte sich in der Hauptschulzeit

1935 bis 1940
– Sein Zeichenlehrer Georg Werthgarner unterstützte ihn, sie gingen zusammen spazieren und zeichneten direkt in der Natur.

– Da K. Mostböck nicht an die Kunstakademie gehen durfte, absolvierte er bei einem Grosshändler eine kaufmännische Ausbildung in Perg.
– Gleichzeitig bildete er sich autodidaktisch weiter, indem er Werke anderer bekannter lokaler Künstler kopierte.

1940
Reichsarbeitsdienst im Reichsarbeitsdienstlager Kammer-Schörfling

1941
Grundausbildung in Wien

ab 1941
– Karl Mostböck muss an die Front nach Russland als Infanterie-Funker gehen

– monatelang verbrachte er im Hauptlazarett in Brjansk wegen Erkrankung an Ruhr und Fleckfieber
– Überstellung nach Frankfurt am Main und Knüpfen von Freundschaften mit Menschen aus der Kultur wie mit dem Musiker Hubert Deuringer oder dem Autor Georg Hensel

1944
Teilnahme an einer Militärmusik-Kapelle in Polen

Ende 1944
wieder als Soldat in Bayern

Mai 1945
bei den US-Amerikanern in Bad Aibling interniert

später im Jahr 1945
Kontakt mit dem Professor Constantin Gerhardinger von der Münchner Kunstakademie und mit dem Gebirgsmaler Harrison Compton, den er mehrmals die Woche besuchte. Mostböck lernte von beiden viel.

Oktober 1945
Rückkehr nach Grein

1946
Beitritt zur Berufsvereinigung oberösterreichischer Künstler

1947
– Geburt seiner Tochter Gerlinde

– Heirat mit Herta Sonnleitner

1949
– Übersiedlung nach Steyr

– Anstellung bei den Steyr-Werken, wo er sich als Graphiker entwickelte

1950
– Dank Zugang zur Bibliothek vom Architekten Heinrich Dunkl entdeckte er den Zen-Buddhismus.

– Freundschaft mit dem Maler Josef Dobrowsky; sie malen oft zusammen in der Natur.

1954
Im Graphikwettbewerb vom Oberösterreichischen Landesmuseum bekommt er einen Preis.

gegen 1955
Karl Mostböck löst sich langsam von der gegenständlichen Darstellung.

1955
Erste Reise nach Paris, wo er Jean Dubuffet, Jean Fautrier und Francois Denoyer begegnet. Besonders mit dem letzten pflegte er jahrelang eine Brieffreundschaft.

1957
Mitgliedschaft im Oberösterreichischen Kunstverein

– zweite Reise nach Paris

1960
Teilnahme an der II. Biennale Christlicher Kunst der Gegenwart in Salzburg

1961
Teilnahme an einer Ausstellung im Landesmuseum Linz

1962
– Freundschaft mit Rudolf Kolbitsch

– Teilnahme an der III. Biennale Christlicher Kunst der Gegenwart

Mitte 1960er
Erneute Begegnung in einer Buchhandlung mit der Zen-Philosophie. Seine Zen-Phase beginnt. Grosser Einfluss von Julius Bissier, was sein Interesse für ostasiatische Kalligrafie weckt.

1967
erste Einzelausstellung in der Wiener Galerie Tao

1968
Gruppenausstellung mit japanischen und chinesischen Künstlern in Dubrovnik

1970 und 1978
Ankäufe seitens dem Albertina Museum in Wien

ab 1977
Teilnahme an der Art Basel und an der Kunstmesse „Art Washington“

von 1978 bis 1986
Dauervertretung in der Galerie Wührtle in Wien unter Luise Kremlacek

1980
Pensionierung

1981
Ausstellung „Karl Mostböck, Signes et Symboles“ in der Galerie Kutter in Luxemburg

1984
Der österreichische Bundespräsident verleiht ihm den Titel „Professor“.

1991
Mostböck bekommt die Ehrenmedaille der Stadt Steyr.

1994
– Retrospektive seines Werkes: „Die großen Zeichen des Zen“ in der oberösterreichischen Landesgalerie

– Ehrenbürgerurkunde der Stadt Grein

1996
Der österreichische Bundespräsident verleiht Karl Mostböck das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“

2005
Ausstellung „Karl Mostböck – Impressionen der Stille“ im Wiener Museumsquartier

2009
Karl Mostböck erkrankt derart, dass er nicht mehr malen kann.

2013
gestorben in Steyr, Österreich