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1921 geboren in Grein an der Donau, Österreich
– das Zeichentalent von Karl Mostböck entwickelte sich in der Hauptschulzeit
1935 bis 1940 – Sein Zeichenlehrer Georg Werthgarner unterstützte ihn, sie gingen zusammen spazieren und zeichneten direkt in der Natur.
– Da K. Mostböck nicht an die Kunstakademie gehen durfte, absolvierte er bei einem Grosshändler eine kaufmännische Ausbildung in Perg.
– Gleichzeitig bildete er sich autodidaktisch weiter, indem er Werke anderer bekannter lokaler Künstler kopierte.
1940 Reichsarbeitsdienst im Reichsarbeitsdienstlager Kammer-Schörfling
1941 Grundausbildung in Wien
ab 1941 – Karl Mostböck muss an die Front nach Russland als Infanterie-Funker gehen
– monatelang verbrachte er im Hauptlazarett in Brjansk wegen Erkrankung an Ruhr und Fleckfieber
– Überstellung nach Frankfurt am Main und Knüpfen von Freundschaften mit Menschen aus der Kultur wie mit dem Musiker Hubert Deuringer oder dem Autor Georg Hensel
1944 Teilnahme an einer Militärmusik-Kapelle in Polen
Ende 1944 wieder als Soldat in Bayern
Mai 1945 bei den US-Amerikanern in Bad Aibling interniert
später im Jahr 1945 Kontakt mit dem Professor Constantin Gerhardinger von der Münchner Kunstakademie und mit dem Gebirgsmaler Harrison Compton, den er mehrmals die Woche besuchte. Mostböck lernte von beiden viel.
Oktober 1945 Rückkehr nach Grein
1946 Beitritt zur Berufsvereinigung oberösterreichischer Künstler
1947 – Geburt seiner Tochter Gerlinde
– Heirat mit Herta Sonnleitner
1949 – Übersiedlung nach Steyr
– Anstellung bei den Steyr-Werken, wo er sich als Graphiker entwickelte
1950 – Dank Zugang zur Bibliothek vom Architekten Heinrich Dunkl entdeckte er den Zen-Buddhismus.
– Freundschaft mit dem Maler Josef Dobrowsky; sie malen oft zusammen in der Natur.
1954 Im Graphikwettbewerb vom Oberösterreichischen Landesmuseum bekommt er einen Preis.
gegen 1955 Karl Mostböck löst sich langsam von der gegenständlichen Darstellung.
1955 Erste Reise nach Paris, wo er Jean Dubuffet, Jean Fautrier und Francois Denoyer begegnet. Besonders mit dem letzten pflegte er jahrelang eine Brieffreundschaft.
1957 Mitgliedschaft im Oberösterreichischen Kunstverein
– zweite Reise nach Paris
1960 Teilnahme an der II. Biennale Christlicher Kunst der Gegenwart in Salzburg
1961 Teilnahme an einer Ausstellung im Landesmuseum Linz
1962 – Freundschaft mit Rudolf Kolbitsch
– Teilnahme an der III. Biennale Christlicher Kunst der Gegenwart
Mitte 1960er Erneute Begegnung in einer Buchhandlung mit der Zen-Philosophie. Seine Zen-Phase beginnt. Grosser Einfluss von Julius Bissier, was sein Interesse für ostasiatische Kalligrafie weckt.
1967 erste Einzelausstellung in der Wiener Galerie Tao
1968 Gruppenausstellung mit japanischen und chinesischen Künstlern in Dubrovnik
1970 und 1978 Ankäufe seitens dem Albertina Museum in Wien
ab 1977 Teilnahme an der Art Basel und an der Kunstmesse „Art Washington“
von 1978 bis 1986 Dauervertretung in der Galerie Wührtle in Wien unter Luise Kremlacek
1980 Pensionierung
1981 Ausstellung „Karl Mostböck, Signes et Symboles“ in der Galerie Kutter in Luxemburg
1984 Der österreichische Bundespräsident verleiht ihm den Titel „Professor“.
1991 Mostböck bekommt die Ehrenmedaille der Stadt Steyr.
1994 – Retrospektive seines Werkes: „Die großen Zeichen des Zen“ in der oberösterreichischen Landesgalerie
– Ehrenbürgerurkunde der Stadt Grein
1996 Der österreichische Bundespräsident verleiht Karl Mostböck das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“
2005 Ausstellung „Karl Mostböck – Impressionen der Stille“ im Wiener Museumsquartier
2009 Karl Mostböck erkrankt derart, dass er nicht mehr malen kann.
2013 gestorben in Steyr, Österreich
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