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1865 geboren in Lausanne, Schweiz
1875 – 1882 – klassisches Studium am Collège Cantonal
– Zeichen-Unterricht beim Maler Jean-Samson Guignard
1882 Studium an der Académie Julian bei Jules Joseph Lefebvre und Gustave Boulander
1883 Félix Vallotton erhält die Zulassung zur École des Beaux-Arts, beschliesst aber, an der Académie Julian zu bleiben
1885 – beginnt Notizbuch mit dem Namen „Livre de Raison“, in dem er alle von ihm gemalten Bilder, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen festhält und welches am Ende seines Lebens 1700 Einträge enthält
– Ausstellung von zwei Werken auf dem Pariser Salon, darunter ein Selbstporträt
1889 – Ausstellung von mehreren Werken auf der Exposition Universelle in Paris, wo er zum ersten Mal Werke von dem japanischen Maler Hokusai sieht, der einen grossen Einfluss auf Vallotton hatte
– F. Vallotton arbeitet als Restaurator für die Galerie Henri Haro
1890 – beginnt als Kunstkritiker Artikel für die Gazette de Lausanne zu schreiben, was er bis 1897 tut
– unternimmt Europareise und besucht Berlin, Prag und Venedig
1891 – Félix Vallotton nimmt zum letzten Mal am Salon teil und nimmt am avant-gardistischeren Salon des Indépendants teil
– er beginnt mit verschiedenen Arten von Drucken zu experimentieren und entscheidet sich für den Holzschnitt, was der Journalist Octave Uzanne als „die Renaissance des Holzschnitts“ bezeichnet
1892 er wird Mitglied der Gruppe „Les Nabis“, zusammen mit Pierre Bonnard, Ker-Xavier Roussel, Maurice Denis und Édouard Vuillard, wo jeder seinen eigenen Stil pflegte
zwischen 1893 und 1897 Zahlreiche Auftragsarbeiten seiner Holzschnitte für französische Zeitschriften wie die literarisch-künstlerische Zeitschrift „La Revue Blanche“, aber auch internationale Zeitschriften. Seine Holzschnitte werden auch für Theater-Programme und Buch-Illustrationen verwendet und hatten einen wichtigen Einfluss auf Künstler wie Edvard Munch und Ernst Ludwig Kirchner.
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1898 Félix Vallotton kauft eine Kodak No.2 „Bullet“-Kamera, mit der er Innenräume fotografiert, die ihm als Hintergrund für seine Gemälde dienen
1899 Heirat mit Gabrielle Rodrigues-Hénriques, Tochter von Alexandre Bernheim, Kunsthändler und Gründer der Galerie Bernheim-Jeune. Die Ehe bringt ihm finanzielle Sicherheit und er gibt die Technik der Gravur auf, um sich der Malerei zu widmen.
1900 Félix Vallotton erhält die französische Staatsbürgerschaft
1903 – Teilnahme an Ausstellung von Malern der Wiener Secession
– Einzel-Ausstellung in der Galerie der Familie Bernheim
– die französische Regierung kauft ein Werk von ihm für das Musée du Luxembourg (damals das führende Museum für moderne Kunst in Paris)
1903-1907 finanzielle Schwierigkeiten veranlassen ihn, mit Bildhauerei zu experimentieren, ausserdem schrieb er weiterhin Kunstkritiken und verfasste auch Theaterstücke
ab 1907 Félix Vallotton hatte nun mehr Erfolg mit dem Verkauf seiner Gemälde
1915-16 da er aufgrund seines Alters nicht am 1. Weltkrieg teilnehmen kann, nimmt er die Arbeit der Holzschnitte wieder auf
ab 1919 F. Vallotton konzentriert sich auf Landschaften und Stillleben
1925 gestorben in Neuilly-sur-Seine bei Paris, Frankreich
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