Heidi KIPPENBERG

1941
geboren in Berlin, Deutschland

1962-63
Praktikum in der Keramik-Werkstatt von Wilhelm und Elly Kuch

1963-67
Hochschule für bildende Künste in Kassel; lernt Keramik bei Walter Popp, dessen Assistentin sie zeitweise war

1968
gründet eigene Werkstatt in Buch (Weisendorf)

1997
sechsmonatige Studienreise nach Japan

2006
Umzug der Werkstatt nach Beerbach (Dietersheim)

///////////////////////////////////////////

– Anzeige –

 

Vom 10.09.2021 bis zum 30.10.2021 soll im Brutto Gusto in Berlin eine Ausstellung mit Werken von Heidi Kippenberg zu sehen sein. Zu dieser Heidi Kippenberg-Ausstellung wird es auch einen Ausstellungskatalog geben, den man zum Beispiel auch auf Amazon kaufen kann:

Auf Amazon.de ansehen  

///////////////////////////////////////////

Walter Popp-Schülerin – Kasseler Schule für Keramik

Heidi Kippenberg ist eine Schülerin von dem Keramiker Walter Popp. Der Stil ihrer frühen Werke erinnert stark an den Stil von Walter Popp, mittlerweile hat sie aber Werke in vielen verschiedenen Stilen gefertigt. Einen bis heute durchgehenden Kippenberg-Stil kann man dabei nicht erkennen; aber eine Lust zum Experimentieren und Schaffen neuer Formen unter Verwendung neuer Techniken. Popp gehört zu den Wegbereitern der abstrakten Keramik in Deutschland und ist bekannt für den Einsatz der Pinselmalerei auf seinen Gefäßen. Die bekanntesten Schüler von Walter Popp sind:

  • Heidi Kippenberg
  • Antje Brüggemann-Breckwoldt
  • Ralf Busz
  • Ursula Gerke-Busz
  • Dieter Crumbiegel
  • Wolfgang Heyne
  • Konrad Quillmann
  • Robert Sturm
  • Fritz Vehring
  • Vera Vehring
  • Peter Lakotta

Walter Popp war der Begründer der sogenannten Kasseler Schule für Keramik, ein Künstlerkollektiv an der Kunsthochschule Kassel. Von 1954 bis 1977 war Popp dort als Hochschullehrer tätig; Heidi Kippenberg assistierte ihm zeitweise.

Viel gelernt hat Kippenberg aber auch aus dem „Töpferbuch“ von Bernhard Leach und auf ihren vielen Auslandsreisen, etwa nach Kolumbien, England, Japan oder in die Türkei.

– Anzeige –

 

Auf Amazon.de ansehen  

Auszeichnungen von Heidi Kippenberg

Die Keramikerin Heidi Kippenberg wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet:

  • Stifterpreis für angewandte Kunst, 2. Preis (Kunstverein, Darmstadt) [1965]
  • Ausgestaltungswettbewerb „Neuer Platz“ (Erlangen) [1970]
  • Preis der Dannerschen Kunstgewerbestiftung (München) [1975]
  • Kunstsammlungen „Bayrische Keramik heute“ (Coburg) [1984]
  • „Porzellan im Salzbrand“ (Hamburg) [1997]

Außerdem gab es bereits zahlreiche Ausstellungen mit Werken von Heidi Kippenberg und ihre Keramiken befinden sich in etlichen öffentlichen Sammlungen – insbesondere in Deutschland.

HK-Signatur entziffern

Die Signatur von Heidi Kippenberg ist ein geritztes HK, das von Unwissenden häufig mit der Signatur von Trenck Kellinghusen verwechselt wird. Die numerischen Zusätze neben der Signatur sind ein Hinweis auf folgende Herstellungsjahre:

  • 1 = 1968
  • 2 = 1969
  • 3 = 1970
  • 4 = 1971
  • 5 = 1972
  • 6 = 1973
  • 7 = 1974

Ab 1975 erscheint dann die Jahreszahl abgekürzt. Zum Beispiel für das Jahr 1975 „HK 75“, wobei es auch frühere Keramiken von Heidi Kippenberg gibt, die so signiert sind, etwa „HK 68“ für das Herstellungsjahr 1968.

Im Jahr 1971 hat Kippenberg begonnen, ihre Keramiken fortlaufend zu nummerieren, wobei die Nummerierung jedes Jahr von neuem beginnt.

Quellen:

Reineking v. Bock, Gisela: Keramik des 20. Jahrhunderts, Deutschland, München 1979, S. 194

Website von Heidi Kippenberg: https://www.heidi-kippenberg.de/#/vita, zuletzt aufgerufen am 11. August 2021

Walter Popp und Schüler, Keramion 11, Frechen 1977

Heidi Kippenberg, Keramiken von 1964 bis heute, 28. Oktober 1979 bis 3. Februar 1980, Kunstsammlungen der Veste Coburg

 

Zeigt alle 2 Ergebnisse

Zeigt alle 2 Ergebnisse